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Uns erreichten Grußworte aus dem Eis von Hauke Trinks, vielleicht erinnert ihr euch an ihn??

Hey, ihr lieben Kinder von der Kinderuni Helmstedt!

 

Noch oft denke ich in meiner verschneiten Hütte auf Spitzbergen an euch und an unser letztes Treffen in Helmstedt zurück. Heute grüße ich euch herzlich aus der Ferne fast vom Nordpol mitten aus der polaren Wildnis. Meine Nachbarn sind Eisbären, Polarfüchse, Rentiere und ein paar kleine Schneehühner.

 

Jetzt in der Polarnacht ist es zwei Monate lang den ganzen Tag dunkel. Ich kann nur knirschende Schritte im Schnee hören, wenn ein Nachbar um meine Hütte schleicht. Und dann hoffe ich, dass es kein Eisbär ist.

 

Jeden Morgen krieche ich bei einer Temperatur von minus fünf Grad Celsius in meiner Hütte aus dem Schlafsack, leuchte mit der Taschenlampe draußen vor die Tür und gucke nach dem Wetter. Oft herrscht ein schneidender Nordwind bei minus 20 Grad Celsius, dabei ein wüstes Schneegestöber und ich kann nichts sehen.

 

Wenn Windstille herrscht, sehe ich Nordlichter über den Himmel schweben und dann auch noch meinen kleinen Freund, das ist ein schneeweißer Polarfuchs, der dann näher kommt und mich bittend ansieht, doch endlich sein Frühstück zu servieren.

 

Ja, Kinder dann fühle ich mich sehr glücklich und möchte eigentlich nirgendwo anders auf der Welt leben.

 

Jetzt mache ich mich mit Skiern auf einen fünf Stunden langen Marsch durch Gebirge und über zugefrorene Gletscherflüsse bis zum kleinen Ort Longyearbyen, wo ich dieses Briefchen abgebe und meineWeihnachtspost abholen möchte. Wenn ihr, liebe Kinder, diesen meinen Weihnachtsgruß habt, dann wisst ihr, dass ich auf meinen einsamen Weg zur Post nicht von einem Eisbären gefressen wurde.

 

Wenn irgend möglich, sehen wir und vielleicht im nächsten Jahr zur dann neuen Weihnachtsuni.

 

Ganz herzliche Weihnachtsgrüße von eurem Hauke aus dem Eis nach Helmstedt.

 

Hauke Trinks